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Warum sollten wir aufhören uns Menschen auf eine intelligente Maschine zu reduzieren ?

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Lassen wir doch den langfristig gesehen, sinnlosen Kampf, den Menschen ihren Eigensinn auszutreiben. Anstatt unsere Kräfte in diesem Kampf sinnlos zu vergeuden, sollten wir uns lieber fragen, was im Sinne der Natur ist, denn alle Kräfte, die wir gegen die Natur richten, richten wir letztendlich gegen uns selbst, da wir Teil der Natur sind. Die Lehrkräfte, die sich in diesem Kampf besonders engagieren, müssen häufig mit 50 schon in Frühpension gehen. Nicht zuletzt ist der Lehrberuf, der mit der höchsten Frühpensionärsquote.

Sehen wir uns doch endlich als das, was wir wirklich sind, nämlich von der Natur geschaffene Wesen mit dem Ziel, unsere naturgegebene Aufgabe zu finden und zu erfüllen und hören wir endlich damit auf, den Menschen auf eine intelligente Maschine zu reduzieren, die wir mit Hilfe entsprechender Erziehungs- und Ausbildungsmethoden auf die Erfüllung einer von oben herab bestimmten Aufgabe hin programmieren können.

… oder wie es Gotthold Ephraim Lessing (1727 – 1781) in dem Schriftwerk "Die Erziehung des Menschengeschlechts" formuliert:

Erziehung gibt dem Menschen nichts, was er nicht auch aus sich selbst haben könnte: sie gibt ihm das, was er aus sich selber haben könnte, nur geschwinder und leichter.

Lessing meinte damit wohl, daß Eltern und Lehrkräfte den jungen Menschen zwar dabei unterstützen können, seine naturgegebene Aufgabe zu finden, nicht aber daß sie den Menschen so erziehen können, daß er in einem von ihnen (nicht von der Natur) vorgegebenen Bereich Großartiges leisten kann. Besondere Begabungen bzw. Talente können nicht anerzogen werden, sie werden wie die Grundgesundheit und der Grundcharakter bereits in die Gene gelegt – allerdings nicht in fertiger Form, sondern nur in Gestalt entwicklungsfähiger Anlagen.

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Auch die ureigenen Visionen und Lebensträume eines Menschen können nicht von außen (von den Eltern) in einen Menschen hineingelegt werden – viel mehr müssen die Eltern, durch eine entsprechende Erziehung, die Grundlagen dafür schaffen, daß der junge Mensch seine Vision bzw. seinen Lebenstraum später als Erwachsener erfüllen will und kann. Ganz anders verhält es sich mit weiteren Wesensmerkmalen (Leidenschaften, Charakterstärken u. -schwächen, …) eines Menschen, beispielsweise mit den Werten. Diese können sehr wohl durch Erziehung beeinflusst werden.

 

 

Erkenntnis

Der Mensch findet einem natürlichen Mechanismus zufolge den Weg zu sich selbst und damit zu seiner Lebensaufgabe, wenn man ihm den dazu notwendigen Handlungsspielraum läßt und ihm eine individuelle und konstruktive Hilfestellung gibt, wenn er diese benötigt.

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Die Lebensaufgabe ist eine geniale Erfindung der Natur, die verhindert, daß ein Mensch in der Flut der Möglichkeiten, die unser modernes Leben bietet, ertrinkt. Wer seine Begabungen, Leidenschaften, Charakterstärken und -schwächen, Werte und seinen natürlichen Gesundheitszustand kennt, für den schränken sich die Möglichkeiten der Aufgaben, die er mit Freude und kompetent ausführen kann, sehr stark ein.

Den notwendigen Handlungsspielraum bekam ich, indem ich meine Arbeitsstelle als Dipl. Ing. kündigte und vom gegängelten Lohnarbeiter zum freien Unternehmer wurde. Die individuelle und konstruktive Hilfestellung bei Bedarf war bei mir der freie Zugang zum Internet.

Grundsätzlich kann man dem Menschen durch eine entsprechende (autoritäre) Erziehung/Ausbildung den Weg zu seiner Lebensaufgabe auch verbauen bzw. den eben genannten natürlichen Mechanismus aushebeln. Im Zusammenhang mit unserem Bildungssystem ist mir jedenfalls klar geworden, daß selbst Menschen, die von der Natur mit einer hohen Intelligenz und einem ausgezeichneten Gedächtnis ausgestattet wurden, ganz einfach durch eine entsprechende Erziehung und Ausbildung in einen bestimmten Rahmen, der durch das jeweilige politische und wirtschaftliche System vorgegeben wird, gepresst werden können. Die ernstgemeinten Anfeindungen der anderen gegenüber dem, der versucht, aus dem von einer Minderheit vorgegebenen Rahmen auszubrechen, tun dann ihr übriges.

Wie sollen Menschen, die nur über sehr kleine Erfahrungswelten verfügen und deshalb voller Ängste und Zweifel sind und nicht an sich und ihre Fähigkeiten glauben, sich auch ernsthaft gegen diese Anfeindungen zur Wehr setzen ? Wie sollen Menschen mit sehr kleinen Erfahrungswelten die wahre Bedeutung dieser Anfeindungen beurteilen können ?

Hinweis
Die Erfahrungswelt ist die Summe aller Erfahrungen eines Menschen. Diese Welt ist bei jenen Menschen besonders arm und lebensfremd, die in ihrem Leben immer das gleiche tun, beispielsweise ein Leben lang als Beamter oder Angestellter stur nach den Vorgaben von oben beim Staat arbeiten, und bei den Menschen besonders vielfältig und damit wertvoll, die immer wieder neue Dinge ausprobieren. 
Besonders wertvoll wird eine umfassende und vielfältige Erfahrungswelt, wenn es darum geht, selbständig schwierige Lebenssituationen zu meistern. Wer hier auf eine Schatztruhe zurückgreifen kann, die gefüllt ist mit den unterschiedlichsten Erfahrungen, hat sich die optimale Grundlage geschaffen, um sich immer wieder von neuem flexibel auf die entsprechenden Anforderungen der jeweiligen Situation einstellen zu können.

Wie sollen Menschen, denen von Kindesbeinen an, von den Eltern und ihrem näheren Umfeld (Verwandte, Freunde, gute Bekannte, Lehrer, Arbeitskollegen,…) in vielfältigster Weise vorgegeben wurde, was sie tun dürfen und was sie lassen müssen, wissen, was wahre Freiheit ist und wie sollen Menschen mit so wenig Handlungsspielraum vielfältige Erfahrungen sammeln können ?

Wie sollen Menschen, denen das kritische Fragen von den Eltern und ihrem näheren Umfeld abgewöhnt wurde, aus eigenem Antrieb heraus ihre wesentlichen Probleme erkennen (wollen) ?

 

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