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Buchrezension: „Wikinomics“ – Die Revolution im Netz

Die neue Wirtschaftsplattform "Internet" und einige Möglichkeiten wie wir sie nutzen können

Wer seine Begabungen, Leidenschaften und Werte kennt und eine passende Aufgabe sucht, für den bietet das Internet zahlreiche Möglichkeiten, um neue Geschäftsideen zu finden, sei es auf speziellen hierfür geschaffenen Websites oder durch die Schilderung eines Problems, das ein Anwender in einer Newsgroup, in einem Webforum oder in einem Chat formuliert und für das es noch keine Lösung gibt.

Neben meinem Lehrgang, in dem Sie auch lernen, wie Sie mit Hilfe der unterschiedlichsten Internetdienste Antworten auf Ihre Fragen (z. B. neue Geschäftsideen, für Sie sinnvolle Projekte, bei denen Sie gerne teilnehmen möchten, für Sie reizvolle Probleme, zu denen es noch keine Lösungen gibt, neue Anwendungsgebiete für bestehende Produkte/Dienste,…) finden können, gibt es auch einige interessante Bücher dazu. 

Ein solches Buch ist "Wikinomics" (Carl Hanser-Verlag, 2006, 316 Seiten, ISBN: 978-3-446-41219-4) von Don Tapscott und Antony D. Williams.

In diesem Buch beschreiben die beiden Autoren anhand vieler praktischer Beispiele, welche interessanten Möglichkeiten die neue Wirtschaftsplattform "Internet" für kreative Menschen, die im Rahmen von Netzwerken konstruktiv mit anderen zusammenarbeiten möchten, heute schon bietet, beispielsweise:

 

  • Peer-Production,
    die auf der freiwilligen Zusammenarbeit vieler Menschen (möglicherweise auch Sie) weltweit basiert und die dabei für uns alle nützliche Produkte und Dienste schafft.

    Praktische Beispiele hierfür sind die Internet-Enzyklopädie "Wikipedia", das Open-Source-Betriebssystem "Linux" oder der Open-Source-Web-Server "Apache". 

    Hinweis
    Die Open-Source-Produkte sind kostenlos und ermöglichen deshalb vielen Visionären und Erfindern, relativ unabhängig von ihrer finanziellen Lage nützliche Produkte und Dienste zu entwickeln bzw. via Internet für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nicht zuletzt liefern diese kostenlosen Open-Source-Produkte auch die Grundlage für Dienste,  mit denen viele kleine Unternehmen bzw. deren Mitarbeiter ihren Lebensunterhalt verdienen können.

  • Ideagoras,
    also Marktplätze, auf denen Probleme mit den Menschen zusammengebracht werden, die sie lösen können (möglicherweise Sie), genauso lassen sich so aber auch schnell und gezielt neue Anwendungsmöglichkeiten für bestehende Technologien und Produkte finden. Mit Hilfe dieser Marktplätze können Unternehmen relativ zeit- und ortsunabhängig auf externe Problemlöser (möglicherweise Sie) zugreifen und so ihre Wettbewerbsfähigkeit entscheidend verbessern.

    Praktische Beispiele hierfür sind der Innovations-Marktplatz "Innovationsmarket.de", der Online-Marktplatz für Technologietransfer "yet2.com" oder "InnoCentive.com".

    Hinweis
    Die Internetplattform "Deutsche-Wirtschaft.de" (www.deutsche-wirtschaft.de) stellt kundenorientierte Angebote von innovativen Produkten und Dienstleistungen bereit, konkrete Antworten auf alle Fragen zum Thema Innovation und Hinweise auf andere Quellen mit aussagekräftigen Zusatzinformationen.

  • Prosumenten,
    wo die Kunden (möglicherweise auch Sie) nicht länger passive Empfänger von Produkten und Diensten sind, sondern diese gemeinsam mit den Unternehmen gestalten und realisieren – Konsumenten werden zu Produzenten.

    Praktische Beispiele hierfür sind "Second Live", die virtuelle Abbildung unserer realen Welt,  die virtuelle Innovationsagentur des Autoherstellers "BMW", wo kleine und mittelständische Unternehmen ihre Ideen präsentieren können, der Kultfilm "Snakes on a Plane" aus dem Jahr 2006, bei dem das Publikum in vielfältiger Weise aktiv mitgestalten konnte oder das Unternehmen "Lego" mit dem Projekt "Lego Mindstorms", bei dem die Kunden aktiv an den Roboterspielzeugen mitprogrammieren konnten.

  • die neuen Alexandriner,
    bei denen es im Grunde darum geht, die traditionelle Zusammenarbeit der Forscher und Wissenschaftler und die Präsentation ihrer Ergebnisse mit Hilfe der Möglichkeiten, die das Internet bietet, wesentlich effektiver und kostengünstiger zu gestalten oder anders formuliert: Die Fähigkeit der Menschheit, neues Wissen zu schaffen, kann mit Hilfe der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien um ein Vielfaches verbessert werden.

    Praktische Beispiele hierfür sind die Massenkooperation von Wissenschaftlern im Rahmen des Netzwerks "Earth System Grid (ESG)", das Projekt "Google Book Research", die digitalen Bibliotheken "Public Library of Science" und die "Worlds Digital Library" oder die kooperative Forschung einer Reihe von Pharmaunternehmen im Rahmen des "Human Genome Projects".

  • Partizipative Plattformen,
    bei denen Internetdienstanbieter die APIs (Programmierschnittstellen) ihrer Plattformen öffentlich zugänglich machen, um so von der Kreativität und Kompetenz externer Problemlöser (möglicherweise auch Sie) zu profitieren. Häufig können die ausgereiften Werkzeuge dieser Internetdiensteanbieter auch von interessierten Kunden gemietet werden. So profitieren beide: Während der Vermieter mit den Mieteinnahmen die Entwicklungskosten finanziert, spart sich der Mieter den riesigen Aufwand, Weltklasse-Werkzeuge selbst zu bauen.

    Ein praktisches Beispiel hierfür ist Amazon, bei dem professionelle Online-Händler, aber auch private Anwender den virtuellen Marktplatz nutzen können, um ihre Produkte zu verkaufen oder günstig einzukaufen. Über die öffentlich zugängliche Programmierschnittstelle (API) können Softwareentwickler Geld verdienen, indem sie innovative Anwendungen für Amazon programmieren.

  • die globale Fabrik,
    die nationale Hierarchien abbaut, ihre Ressourcen und Fähigkeiten global einsetzt und Humankapital über Staats- und Unternehmensgrenzen hinweg nutzt, ersetzt den alten hinter Mauern entwickelnden und produzierenden multinationalen Konzern, der hierarchisch geführt wird. Die globale Fabrik organisiert alles von der Planung des Angebots bis zur Lieferung der Ware in lockerer, aber lückenloser globaler Kooperation.

    Praktische Beispiele hierfür sind der Autohersteller BMW, der Flugzeugbauer Boeing oder die chinesische Motorradindustrie.

Die auf den technischen Grundlagen der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien basierende neue Wirtschaft braucht dringend Menschen, die eine entsprechende Einstellung haben (Offenheit, Gleichrangigkeit, teilen, global handeln) und die kompetent an Netzwerken teilnehmen können. Zu dieser Einstellung soll auch mein Buch beitragen, die kompetente Teilnahme an Netzwerken lehrt mein Lehrgang.

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Buchrezension: „Die Prophezeiungen von Celestine“ von James Redfield

 

In diesem Blog möchte ich eine kurze Rezension zu dem genannten Buch schreiben und so kurz zusammenfassen, was ich dabei gelernt habe und welche Aussagen des Autors mich besonders beschäftigt haben.

 

Grundsätzlich handelt es sich dabei um ein sehr spirituelles Buch, so daß die nüchternen, auf Zahlen und Fakten versessenen Verstandesdenker, wohl keine Freude am Lesen haben würden 🙂

Es wird als Abenteuer-Roman bezeichnet, aber ich hatte beim Lesen das Gefühl, daß es vor allem um die Erkenntnisse geht, die der Autor seinen Lesern näher bringen möchte, eingebaut in eine na ja, eher einfache Geschichte, die wohl dazu diente, daß es von mehr Menschen gelesen wird. Wie auch immer, das Buch haben viele Menschen gelesen und auch ich fand es sehr lesenswert.

Das Buch beschreibt Kapitel für Kapitel, aufeinander aufbauende Erkenntnisse, die ich nun kurz beschreibe, so wie ich sie verstanden habe.

1. Erkenntnis

erkennen, daß leben mehr bedeutet als essen, trinken usw., daß es etwas gibt, was allem Streben zugrunde liegt …

2. Erkenntnis

erkennen, daß wir Menschen tragfähige Antworten auf zwei zentrale Fragen brauchen: "1. Welche Kraft steckt hinter dem Leben auf diesem Planeten?" und "2. Weshalb sind wir wirklich hier?"

3. Erkenntnis

erkennen, daß es eine (unsichtbare) Energie gibt, die wir für die Realisierung unserer Visionen und Träumen nutzen können (Kraft der Gedanken) und wir diese Energie umso besser wahrnehmen können, je besser wir Schönheit erkennen können

4. Erkenntnis

erkennen, daß wir gemeinsam viel mehr erreichen können, indem wir uns gegenseitig motivieren, als wenn wir uns gegenseitig manipulieren, steuern und kontrollieren und wir viel größeren Einfluß auf uns und andere haben, wenn wir dienen, statt herrschen …
… diese Macht und Kontrollsucht, wird dadurch verursacht, daß viele Menschen einen Mangel an Energie fühlen und deshalb nach Wegen suchen, den zwischenmenschlichen Energiefluß zu ihren Gunsten zu kontrollieren

5. Erkenntnis

erkennen, daß wir die vorhandene natürliche Energie nur nutzen können, wenn wir unsere persönliche Form der Kontrollausübung über andere erkannt und hinter und gelassen haben

6. Erkenntnis

erkennen, daß wir zurück zu den Anfängen des Familienlebens gehen müssen, wo sich unsere Kontroll-Dramen entwickelt haben, um so die Kontroll-Mechanismen zu verstehen und sie zu überwinden

7. Erkenntnis

die Fügungen und Antworten erkennen, die uns im Leben vorwärts bringen, seiner Intuition folgen können … es geht darum, die relevanten Fragen zu erkennen, deren Antworten wir durch die Begegnungen mit anderen Menschen bekommen

8. Erkenntnis

erkennen, daß die Energie zwischen Menschen nur fließen kann, wenn beide frei von Abhängigkeiten und Erwartungen sind, die Beteiligten also lediglich auf die für sie bestimmten Botschaften warten und sie empfangen können

9. Erkenntnis

erkennen, daß wir geboren wurden, um uns weiterzuentwickeln und daß wir später einmal von einer spirituellen Ökonomie leben können, weil wir für die Weitergabe unserer Erfahrungen und Erkenntnisse von den betreffenden Mitmenschen finanziell belohnt werden 

Fazit:

Insgesamt hat dieses Buch bei mir zahlreiche wertvolle Gedanken angeregt. Es gab aber auch eine Aussage, die mich immer wieder beschäftigt hat: "… im Grunde waren die letzten Jahrhunderte nur eine Ersatzbeschäftigung unser eigentliches Ziel ist die Weiterentwicklung …"

Meiner bescheidenen Meinung nach, war das Industriezeitalter auf keinen Fall eine Ersatzbeschäftigung, sondern in dieser Zeit wurden die für unsere weitere Entwicklung so wichtigen computergesteuerten Maschinen geschaffen, die uns von vielen Routine- und Pflichtarbeiten befreien. Erst diese hochentwickelten Maschinen geben uns die Freiheit, daß zu tun, was wir lieben. 

Workshop - das eigene Wesen ergründen

Unsere Vorfahren ohne Maschinen waren nämlich die meiste Zeit ihres Lebens mit harter Arbeit befasst, um überhaupt überleben zu können. Diese Arbeiten erledigen heute grösstenteils unsere Maschinen.

Ausserdem haben unzählige Ingenieure und Techniker den Computer mit Internetzugang geschaffen, der es uns ermöglicht weltweit, relativ zeit u. ortsunabhängig zusammenzuarbeiten, beispielsweise um:

  • innovative Produkte und Dienste realisieren, zu denen ein Einzelner nicht in der Lage wäre

  • ungewöhnlich Ideen gemeinsam mit anderen auszuprobieren und umzusetzen

  • gemeinsam mit anderen etwas bewegen, was dem Einzelnen nicht gelingen kann, beispielsweise sich gegen politische oder wirtschaftliche Entscheidungen stellen, die den Wettbewerb der kleinen mit den großen Unternehmen behindern

  • komplexe Produkte und Dienstleistungen, die vielfältige Problemlösungskompetenzen erfordern, aus einer Hand anbieten

    Wenn viele Einzelne an einem Strang ziehen, können sie in einer echten Wettbewerbswirtschaft (nicht Beziehungswirtschaft) den Großunternehmen Paroli bieten

  • Rationalisierungsmöglichkeiten (bessere Konditionen, günstigere Preise, Mengenrabatt,…) durch einen Großeinkauf  erschließen

Ohne den Computer mit Internetzugang würden sich folgende Probleme stellen, die früher viele interessante Kooperationsmöglichkeiten unmöglich gemacht haben:

  • da eine größere Anzahl von Menschen mit gleichen Zielen meistens mehr oder weniger weit voneinander entfernt wohnen, wissen sie häufig nicht, daß andere Menschen die gleichen Ziele haben wie sie selbst – sie können es nur vermuten

  • wenn eine größere Anzahl von Menschen konstruktiv zusammenarbeiten möchte, um gemeinsame Ziele zu erreichen, dann ist das mit einem entsprechenden Kommunikationsaufwand verbunden, der auf dem traditionellen Postweg und via Telefon nur mit hohem Aufwand und bei entsprechend vielen Kommunikationspartnern gar nicht mehr zu bewältigen wäre

Also diese Zeit, in der die eben genannten Technologien geschaffen wurden, war alles andere als eine sinnlose Ersatzbeschäftigung. Nein die dabei geschaffenen Technologien ermöglichen uns erst, daß zu tun, was wir am liebsten tun, weil sie uns viele überlebensnotwendige Routine- und Pflichtarbeiten abnehmen und uns so Freiheit schenken.

oder wie Oscar Wilde es zu seiner Zeit formulierte:

Jetzt verdrängt die Maschine den Menschen. Unter den richtigen Zuständen wird sie ihm dienen.