Beiträge

,

Was ist Erfolg ? – Erfolg aus verschiedenen Perspektiven betrachtet

Erfolg, wie in die Mittelschicht empfindet

 

die Mittelschicht und ihr Verständnis von Erfolg

Erfolg der Mittelschicht

Erfolgreich ist für die Mehrheit heute, wer mit seiner Familie in einem schönen Haus wohnt, einen schönen Garten hat, ein schönes Auto fährt und sich seinen Jahresurlaub und all die anderen Dinge, die angesagt sind, leisten kann.

… und erfolgreich ist derjenige, der möglichst viele Leute kennt ("viele sogannte Freunde" hat), die seinen Erfolg auch bestätigen, also anerkennen und wertschätzen!
Diese sogenannten Freunde erwarten die soziale Anerkennung bzw. Huldigung des Erfolgs dann natürlich auch vom jeweils anderen und so halten die sich gegenseitig in der Illusion, daß sie toll sind und in einer heilen Welt leben. 
Diese sogenannten Freunde, sind aber nur solange Freunde, wie der jeweils andere im gemeinsamen Sinne dieser Gruppe (Stichwort: Mittelschicht) erfolgreich ist.

Viele dieser erfolgreichen Leute der Mittelschicht sind nur nach außen hin glücklich, aber nicht innen drin. 
Was diese Leute unglücklich macht, ist der Weg auf dem sie versuchen glücklich zu werden!!! Es ist nicht ihr Weg, sondern der Weg, der von anderen in ihre Köpfe eingepflanzt wurde!

Sie kaufen sich auf Kredit ein schönen Haus, legen sich einen schönen Garten an, fahren ein schönes Auto und gönnen sich dazu noch ihren Jahresurlaub und all die anderen Dinge, die angesagt sind. Das machen sie um erfolgreich zu sein. Eine Definition von Erfolg, die sie als Glaubenssatz von Kind an durch Erziehung und ihre Umwelt verinnerlicht haben. Alle die so denken, achten die Leistung des anderen nur, wenn er die entsprechenden Erfolgskriterien erfüllt. Materieller Erfolg und ausreichend "Freunde", die diesen Erfolg auch bestätigen bzw. wertschätzen und anerkennen.
Auf diesem Wege werden sie zu Schuldsklaven und Lohnsklaven. 
Warum macht sich die sogenannte Mittelschicht so abhängig davon, daß sie möglichst viel Geld verdienen müssen ? 

Weil sie diesen hohen materiellen Wohlstand nur durch Schulden machen und "viel Geld verdienen" finanzieren können. Sie arbeiten einen großen Teil ihres Lebens für die Banken (Stichwort: Kreditzinsen) und für den Staat (Stichwort: Steuern). 

Wohl gemerkt: Weder die ganz Armen, noch die wirklich Reichen bezahlen Steuern, Sozialabgaben oder gar Kreditzinsen! 

Die Menschen, die dem sogenannten Mittelstand angehören, sind wegen ihrer hohen Schulden, das ganze Leben, Getriebene. Einerseits möchten sie von ihren falschen Glaubenssätzen getrieben unbedingt erfolgreich sein, andererseits müssen sie so ständig gegen ihr wahres Inneres ankämpfen, weil sie dauern das tun müssen, was sie eigentlich nicht wollen. 

Diese in unserer Gesellschaft als erfolgreich geltenden Menschen sind im tiefsten Grunde sehr bedauernswert.

Ihr eigentlicher Mißerfolg ist trotz der Fassade vom materiellem Reichtum und vielen sogenannten Freunden und Bekannten, gut sichtbar und zwar für jeden, der es sehen möchte. Man sieht ihren Mißerfolg daran, daß sich ca. 50 % der Paare wieder scheiden lassen und an den vielen Leuten, die wegen der Überlastung im Job ausbrennen, Depressionen haben oder sonst wie psychisch krank sind und an Krebs und Herz-Kreislaufproblemen erkranken. Weltweit sterben jedes Jahr 7 Millionen Menschen an Herzkrankheiten. Das muss man sich mal klarmachen. Das Herz bekommt das ab, was oben im Kopf schief läuft – ist sogar wissenschaftlich nachgewiesen.

Es sieht so aus, wie wenn dieser durch die Mehrheits-Gesellschaft und ihre Werte und Gewohnheiten geschaffene Mittelstand nach und nach an Kraft verliert oder auch an Einsicht gewinnt und am Ende nur noch die Starken und die Schwachen übrig bleiben.

die Lebensunternehmer und ihr Verständnis von Erfolg

Lebensträume und Visionen realisieren

Einfach leben, wie es unser Schöpfer vorgesehen hat!

Es ist ein sehr schönes Gefühl, wenn man morgens aufsteht und genau weiss, warum man aufsteht.

Das sichere Gefühl, daß man auch dann jeden Morgen aufstehen würde um das zu tun, was einen erfüllt, wenn man kein Geld und keine Anerkennung dafür bekommen würde.

Natürlich freut man sich, wenn man für seine Leistung mit Geld und/oder sozialer Anerkennung belohnt wird, setzt es aber nicht voraus um mutig und tatkräftig das zu tun, wo man Sinn drin sieht, wo man seine Begabungen, seine Kreativität, seine Leidenschaften und Werte entfalten kann!

Erfolgreich ist derjenige, der möglichst zufrieden ist, mit dem was er tut – mit dem was er schafft und erschafft. Der möglichst viel Sinn, Freude und Wohlgefühle bei seiner Arbeit empfinden kann. Der ohne irgendwelche Geld- und Gruppenzwänge seine Aufgabe selbst gewählt hat und so seine ganz eigenen Begabungen, Leidenschaften und Werte entfalten und sich so prächtig weiterentwickeln kann.

Der in einer Gesellschaft oder besser in einer natürlichen Ordnung lebt, wo er auf dem eben beschriebenen Wege gut leben kann und zu ausreichend materiellem Wohlstand kommt, also seine Rechnungen bezahlen kann und sich auch mehr als nur ein bescheidenes Leben leisten kann, etwa ein kleines Häuschen, ein Auto und auch einen kleinen Urlaub. 

Der Einsamkeit nicht als Geisel sieht, sondern als eine Stätte in der sich seine Kreativität optimal entfalten kann. Der weiss daß kreative Einfälle immer von Einzelnen und niemals von der Gruppe kommen.

Der verstanden hat, daß (große) Gruppen niemals große Änderungen realisieren können, weil sie sich nicht auf gemeinsame Ziele einigen und konsequent den Weg zu diesem Ziel gehen können. Es wird zuviel Zeit und Energie damit verschwendet, die Rangkämpfe auszufechten und sich gegen die Neider und Ignoranten zu verteidigen, die alle diejenigen in der Gruppe angreifen, die anders denken oder gar großartige Lösungen finden. Auch bleiben die Ziele für viele abstrakt, weil sie sich etwas ganz anderes, als das was sie gewohnt sind, einfach nicht vorstellen können. Was man sich nicht vorstellen kann, an das kann man auch nicht glauben. Ohne Glaube fehlt das Fundament dafür, daß wir Menschen uns entschlossen und ausdauernd für eine gute Sache einsetzen können.

Ein Mensch, der nicht vor der Einsamkeit und damit vor sich selber flüchtet, indem er zwanghaft die Gesellschaft anderer bzw. die Zugehörigkeit zu einer Gruppe sucht. 

Ein Mensch, der lange und innige Beziehungen aufbauen kann und zwar zu den Menschen, zu denen er sich mit seinem wahren Wesen hingezogen fühlt. Jene Menschen, die ihn so lieben wie er ist und deshalb mit seinen Ecken und Kanten leben können. Man hat ja das Gute dann auch nicht, wenn man das Schlechte nicht akzeptieren kann. 

Es liegt an uns zu erkennen, wer uns auf unserem ganz eigenen Weg behilflich ist und wer nicht.

Es sind die Menschen, die uns mit unserem ganz eigenen Charakter, unserer ganz eigenen Sichtweise auf das Leben, wertschätzen und respektieren. Die sich wirklich für uns interessieren, die uns ihre Lebenszeit und Lebensenergie widmen, indem sie uns zuhören (von uns lesen) und erkennbar an ihren Rückmeldungen, ehrliches und echtes Interesse an unseren Gedanken zeigen. Bei denen wir ein wirklich gutes Gefühl haben, wenn sie da sind. Die auch dann unsere Freunde bleiben, wenn wir unsere ganz eigenen Ansichten mit ihnen teilen und unangenehme Wahrheiten aussprechen.

So entstehen Beziehungen, die nur auf der Wertschätzung des anderen für seinen Charakter beruht, der wiederum die natürlichen Werte, die Gewohnheiten, die Lebensträume und -visionen wiederspiegelt. 

Mit Lebensträumen, sind hier übrigens nicht Wünsche gemeint, etwa ein schönes Auto oder eine Weltreise, nein es sind Träume, bei deren Verwirklichung der betreffende Mensch sein Wesen bestmöglich entfalten und seine Persönlichkeit bestmöglich weiterentwickeln kann und die natürlich auch dem Allgemeinwohl dienen. 
Übrigens, wer in einer natürlichen Ordnung, seinem wahren Selbstwohl dient, dient automatisch auch dem Allgemeinwohl!

Auf diesem Wege entsteht schließlich die beste aller möglichen Welten, die letztendlich auf einer natürlichen Ordnung basiert. 

Diese natürliche Ordnung ist die Grundlage für eine artgerechte Umgebung, in der sich der menschliche Geist bestmöglich entfalten kann.

Wo Menschen folgende gemeinsame Ziele haben:

  • wir können weitestgehend frei über unsere Lebenszeit und Lebensenergie verfügen
  • wir können im Einklang mit der Natur leben
  • wir sind innerlich zufrieden, mit dem was wir tun
  • wir erleben das Leben wirklich, wir können also unsere eigenen Fähigkeiten, Neigungen, die Kreativität (Phantasie) und die Gefühle bestmöglich ausleben
  • wir können Sinn, Freude und Wohlgefühle aus unseren Lebens- und Lernaufgaben schöpfen 
  • wir haben ausreichend Geld zum Leben und auch für die Realisierung unserer Ideen 
  • wir können uns mit unserer eigenen Stimme an den gesellschaftlichen Entscheidungen beteiligen

 

 

 

Ist viel Geld verdienen ein guter Weg um glücklich zu werden ?

Fragen über Fragen

Das Hauptziel für viele ist immer noch die sichere und üppig sprudelnde Geldverdienstquelle und der damit verbundene materielle Wohlstand. 

Der Weg, der bisher zu diesem Ziel führte war es fleißig und gehorsam (pflichtbewußt) die Ziele anderer zu verfolgen. Die Belohnung bzw. der eigene Wert wurde vor allem in Geld gemessen und daran wie viele Menschen jemand unter sich hatte, beispielsweise im Rahmen von sehr verantwortungsvollen Posten wie Manager, Vorstände, Minister, höhere Beamte, Generäle und Bischöfe. Die Belohnung, die man dafür bekommt, ist direkt daran gekoppelt, wie systemkonform man ist. Je gehorsamer und pflichtbewußter ein Mensch ist, desto mehr wird er von sich selbst belohnt, mit dem beruhigenden Gefühl, seine Pflicht getan zu haben. Von den Systemhütern (Manager, Vorstände, Minister, höhere Beamte, Generäle, Bischöfe, …) wird er mit organisierter Anerkennung (Orden, Lobreden, Ehrungen, Preisverleihung, …), Geld und Macht belohnt, und von seinen Mitmenschen, die ebenfalls ihre Pflicht erfüllen, dadurch, daß sie ihm das Gefühl geben, daß er dazugehört.

Dieses fremdbestimmte Leben mag Geld einbringen, aber es kostet sehr viel Lebenszeit und Lebensenergie. Wer zu so einem pflichtbewussten Leben nicht geboren ist bzw. von einer Maschine ersetzt wird, die die Pflichten zuverlässiger und viel kostengünstiger ausführt, hat Pech gehabt und sollte sein Lebenskonzept auf andere Ziele einstellen. Dieses Lebenskonzept sollte für denjenigen, der möglichst viel Freude, Sinn und Wohlgefühle erleben möchte, möglichst so gewählt werden, daß "viel Geld verdienen" keine wichtige Rolle spielt, indem er z. B. Lebensunternehmer wird. Wohlgemerkt, Lebensunternehmer können sehr viel Geld verdienen, aber es ist eben nicht das Hauptziel.

Coaching: Lebensunternehmer werden

 

Sicherlich ist es ein gutes Gefühl genügend Geld zu verdienen, mit dem man seine Rechnungen bezahlen kann. Natürlich kann man sich mit Geld eine Menge toller Dinge leisten, etwa Reisen in ferne Länder, ein schickes Auto oder ein kostspieliges Hobby. Aber man kann das Ganze nur genießen und vollständig empfinden, wenn man geistig, körperlich und seelisch gesund ist.

Wer sich gesund und fit fühlt, dem macht aber auch ein kleiner Ausflug z. B. in ein nahegelegenes Naturschutzgebiet viel Freude, genauso wie Fahrrad fahren und sehr einfache Hobbies, die nichts oder nur sehr wenig Geld kosten. Fühlt man sich dagegen krank, ausgelaugt, frustriert oder ist mit dem Kopf immer nur beim "viel Geld verdienen", dann macht nichts wirklich Freude, weder die sehr viel Geld kostende Fernreise, noch der fast kostenlose Ausflug zum nahegelegenen Naturschutzgebiet.

Das Wichtigste also, die Gesundheit, als Fundament, auf dem man das Erlebte in vollen Zügen genießen kann, kann man sich nicht kaufen. Um seine körperliche, geistige und seelische Gesundheit auf hohem Niveau zu halten, braucht man nicht viel Geld verdienen, sondern vor allem gute Gesunderhaltungsgewohnheiten.

viel Geld verdienen

Körperlich fit bleibt, wer sich gesund ernährt und ausreichend bewegt. 

Für einen wachen Geist sorgt, wer achtsam durch das Leben geht, beobachtet was passiert und so vielfältige Eindrücke sammelt und neue Möglichkeiten und Chancen erkennt und ergreift. Ich beispielsweise probiere die unterschiedlichsten Dinge und sammle so vielfältige Erfahrungen über die ich konstruktiv nachdenke und gewinne so wertvolle Erkenntnisse. Diese eigenen Erkenntnisse ergänze ich durch konzentriertes Lesen interessanter Bücher und Artikel. Meine Lösungen, Konzepte, Ideen, Dienste usw. entstehen schließlich, indem ich kreative Zusammenhänge  herstelle, zwischen meinen Erfahrungen und Erkenntnissen  und denen der anderen. 

Zum seelischen Wohlbefinden beitragen tut derjenige, der sich aktiv von den Ängsten und Zweifeln befreit, die ihn daran hindern seinen ganz eigenen Weg zu gehen und der an sich und seine Fähigkeiten glaubt und seiner eigenen Wahrnehmung vertraut. Der sein Wesen bestmöglich entfaltet, indem er seine Lebens- und Lernaufgaben erfüllt und sich durch die dabei gemeisterten Herausforderungen weiterentwickelt. Es ist ein sehr schönes Gefühl sich einer Aufgabe ganz hinzugeben, im spielerischen Umgang mit den Herausforderungen der Aufgaben, aufgehen, seine Kreativität ausschöpfen und so die jeweils anfallenden Probleme meistern. 

Die schönen Dinge im Leben, wie etwa gute Ideen und Lösungen, tolle Konzepte, sich etwas Neues bildlich vorstellen und in Worte fassen können, einen schönen Urlaub oder harmonische Momente mit Frau und Kind, genießen, genauso aber auch die dunklen Momente, etwa Krankheiten, Streitereien, finanzielle Schwierigkeiten, Projekte die schief gehen, Lösungen, die nicht funktionieren mit Würde tragen. Selbstbestimmt leben und dafür Verantwortung übernehmen und zwar nicht nur für das eigene Handeln, sondern auch für die Gesellschaft, etwa indem man sich für eine direkte Demokratie einsetzt. Beziehungen zu Menschen pflegen, bei denen man sich wohlfühlt. Ein lohnenswertes Ziel setzen und dann konsequent den Weg zu diesem Ziel gehen. Anderen helfen, mit anderen sein Wissen teilen.

In diesem Sinne, macht es gut und seit dankbar …

Kurz vor dem Sterben, sagen viele hätte ich nur …

 

Immer wieder hört und liest man, beispielsweise von AltenpflegerInnen, daß Menschen kurz vor ihrem Tod noch sagten, daß sie es am allermeisten bereuen, daß sie nicht ihr eigenes Leben gelebt haben, sondern ihre Pflicht erfüllt haben.

Wenn man das nun hinterfrägt, so erkennt man folgenden Widerspruch. Damals als der betreffende Mensch noch voll im Arbeitsleben und vor der Entscheidung stand, gab es viel zu verlieren. Wenn er sich also gegen seine (Pflicht)arbeit entschieden hätte, dann hätte er seine sichere Geldverdienstquelle verloren u. auch seine Ansprüche auf  die Gehaltserhöhungen, die Betriebsrente (die Pension) und vieles mehr.

Jetzt wo die Frau/derMann alt ist u. kurz vor dem Tod steht, verlieren diese Dinge natürlich an Bedeutung. Welche Rolle spielt dann noch die sichere Geldverdienstquelle oder die Betriebsrente ? Noch ist es leider für einen Großteil der Menschen so, daß sie erst an ihrem Lebensende wirklich frei entscheiden können, weil nur noch das Leben selbst eine Bedeutung hat.

Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass ich das Leben heute viel bewusster, spannender und erfüllender empfinde, als zu den Zeiten wo ich noch Lohnarbeiter bzw. Schüler oder Student war. Im Grunde wird es aber nicht leichter. Wer seine Aufgabe, welche es auch sein mag, gut erfüllen möchte, der muss sich auf seine Ziele konzentrieren und den Weg dorthin gehen. Von nichts kommt nichts.

 

 

, ,

Was ist der Unterschied zwischen einer erfüllenden Aufgabe und einer sicheren Geldverdienstquelle ?

Der Unterschied zwischen einem Job, der als sichere Geldverdienstquelle dient, und einer erfüllenden Aufgabe ist – übertragen auf eine Reise – in etwa so wie der Unterschied zwischen einem Urlaubsvideo und einer Individualreise vor Ort; während man mit dem Video passiv berieselt wird, nimmt man die Individualreise mit allen 5 Sinnen wahr – man erlebt sie.

Es gibt meiner Meinung nach keinen besseren Weg, um die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln, als sich auf den Weg zu machen, um die eigene Lebensaufgabe zu finden.

Natürlich verlässt man dann die Komfortzone, die heute viele Beamte und Angestellte mit ihrem Arbeitsplatz verbinden. Alles ist dort klar vorgegeben und häufig kann man sogar die Verantwortung auf Vorgesetzte abwälzen. Wenn man die Ziele anderer verfolgt, bekommt man sofort Geld dafür und kann seine Rechnungen bezahlen, während derjenige der seinen Traum lebt, zwar maximale Freiheit hat, aber nicht selten erst einmal finanzielle Durststrecken überwinden muß, entsprechende Verantwortung zu tragen hat und sich vor allem um sehr viele Dinge selbst kümmern muss.

So ist es also gar nicht so verwunderlich, daß viele Menschen eben nicht ihr eigenes Leben leben, sondern willig die Ziele ihrer Mitmenschen verfolgen. Es ist so herrlich bequem unmündig zu sein und mit einer entsprechenden Portion Selbstlügen und Illusionen wird fast jeder Job zum Traumjob.

Die sichere Geldverdienstquelle

Das Hauptziel für die Menschen in der Industriegesellschaft war eine sichere und üppig sprudelnde Geldverdienstquelle und der damit verbundene materielle Wohlstand.

Der Weg, der zu diesem Ziel führte war es fleißig (ohne den Sinn zu hinterfragen) und gehorsam (pflichtbewußt) zu sein. Da viele der anfallenden Arbeiten immer in gleicher bzw. sehr ähnlicher Weise abliefen – also relativ genau vorhersehbar waren – konnten sie auch programmiert und so von den modernen, computergesteuerten Maschinen ausgeführt werden. 

Die Belohnung bzw. der eigene Wert wurde vor allem in Geld gemessen und daran wie viele Menschen jemand unter sich hatte, beispielsweise im Rahmen von sehr verantwortungsvollen Posten wie Manager, Vorstände, Minister, höhere Beamte, Generäle und Bischöfe. Die Belohnung, die der Mensch erhielt, war also direkt daran gekoppelt, wie systemkonform er war. Je gehorsamer und pflichtbewußter ein Mensch im Sinne der Systemhüter war, desto mehr wurde er von sich selbst belohnt, mit dem beruhigenden Gefühl, seine Pflicht getan zu haben, von den Systemhütern (Manager, Vorstände, Minister, höhere Beamte, Generäle, Bischöfe, …) wurde er mit organisierter Anerkennung (Orden, Lobreden, Ehrungen, Preisverleihung, …), Geld und Macht belohnt, und von seinen Mitmenschen, die ebenfalls ihre Pflicht erfüllen, dadurch, daß sie ihm das Gefühl geben, daß er dazugehört.

Besonders wertvoll sind die Menschen, die ihre Pflicht erfüllt haben, ohne den Sinn ihrer Arbeit für ihr Wohl und das Allgemeinwohl zu hinterfragen.


Die Lebensaufgabe

Das Hauptziel in einer Informationsgesellschaft ist es seine Lebensaufgabe zu finden und auszuführen und in seinem Bereich das Bestmögliche zu leisten. In einer entsprechenden Umgebung, in der (sehr unterschiedliche) Menschen sich wirklich wohlfühlen, führt dies dann auch sehr sicher zu einem entsprechenden materiellen und vor allem inneren Wohlstand (innerer Frieden und Zufriedenheit).

Es geht darum, daß wir in Zukunft unser Wesen erkennen und entfalten und dann eine Aufgabe auswählen die bestmöglich zu unserem Wesen passt, anstatt wie bisher unser Wesen an die Anforderungen der sicheren Geldverdienstquelle anzupassen.

Workshop - das eigene Wesen ergründen

 

Der Weg, der zu diesem Ziel führt besteht darin, das eigene Wesen durch kritische und vorurteilsfreie Fragen zu ergründen, also seine Begabungen, Leidenschaften, Werte und seinen Charakter zu erforschen und im Rahmen seiner Lebensaufgabe zu entfalten. Da diese Menschen im Rahmen ihrer einzigartigen Aufgabe, ständig mit völlig unvorhersehbaren Situationen konfrontiert werden, auf die sie sich immer wieder von neuem einstellen müssen und die sie nur meistern können, wenn sie ihr Bestes (Ihre Kreativität, Ihre besonderen Fähigkeiten, Ihr Fach- und Erfahrungswissen, …) geben, können sie auch nicht programmiert und so von den modernen, computergesteuerten Maschinen ersetzt werden

Die Belohnung bzw. der eigene Wert wird vor allem am Sinn gemessen, den der Mensch seinem Leben durch seine Aufgabe geben kann. Die Belohnung, die der Mensch erhält, wird also direkt an den Sinn gekoppelt, den er seinem Leben, mit seiner Aufgabe gibt. Je sinnvoller ein Mensch sein Leben bzw. die damit verbundene Aufgabe empfindet, desto mehr wird er von sich selbst belohnt, mit innerem Frieden und Zufriedenheit und von seinen Mitmenschen, die ebenfalls ihre Lebensaufgabe ausführen, durch eine aufrichtige und ernstgemeinte Anerkennung

Besonders wertvoll sind die Menschen, die ihre Lebensaufgabe erfüllen und so den Sinn ihrer Arbeit für ihr Wohl und das Allgemeinwohl sicherstellen.

der Vergleich zwischen ähnlichem um die Unterschiede/Gemeinsamkeiten zu verdeutlichen

 

Die Natur kann uns dabei als leuchtendes Vorbild für ein konstruktives zwischenmenschliches Zusammenleben dienen: Die Natur hat in einem über Millionen Jahre andauernden Prozeß Mechanismen für ein optimales Funktionieren des natürlichen Kreislaufs geschaffen. Die Tier- und Pflanzenwelt bildet dabei ein komplexes Netzwerk, in dem alle konstruktiv zusammenarbeiten. Jede Art (auch wenn sie sich nur sehr geringfügig von einer anderen unterscheidet) ist von höchster Bedeutung, weil die eine Art das Überleben einer oder vieler anderen Arten sichert.

 

Die Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt können wir auch auf die Menschenwelt übertragen. Wir sehen uns zwar äußerlich alle sehr ähnlich, aber jeder Mensch hat ein anderes Wesen wie der jeweils andere. Jeder hat eine einzigartige Kombination aus Begabungen, Leidenschaften, Werten, Charakterstärken- und schwächen, seiner Grundgesundheit und seiner ganz eigenen Erfahrungswelt.

Ähnlich wie in der Tier- und Pflanzenwelt wird es in unserer neuen Welt sein, wenn eine gewisse kritische Masse an Menschen ihre Lebensaufgabe ausführt. Während heute noch riesige Geldsummen für das Überleben grosser Unternehmen verschwendet werden, um auf künstlichem Wege die alten Industriearbeitsplätze am Leben zu erhalten, werden in der  gerade entstehenden Informationsgesellschaft viele kleine und kleinste Unternehmen, mit ihren sehr individuellen Produkten und Diensten einer Vielzahl von unterschiedlichen Partnern (Kunden, andere Unternehmen, …) das Überleben sichern.

 

In der neuen Welt erfüllen also nicht einige wenige (grosse Anbieter) die Bedürfnisse und Wünsche von vielen, sondern viele kleine und kleinste Unternehmen efüllen die Bedürfnisse und Wünsche von vielen. Einzigartige Produkte/-dienste von und für Menschen, die ihre Begabungen, Leidenschaften und Werte entfalten anstatt Massenprodukte/-dienste von und für Massenmenschen

Viele dieser Produkte/Dienste werden nicht materieller, sondern geistiger Natur sein. Wie ich bereits an anderer Stelle schrieb: Ich denke, vor allem auf unserer geistigen Ebene können wir noch sehr viel Neuland betreten. Im übertragenen Sinne stehen wir hier wohl vor einem Meer an Möglichkeiten, aus dem wir erst einen kleinen See geschöpft haben.