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Gut gelebt hat der, der sich gut versteckt hat – Ist das eine gute Lebensregel ?

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Mein Opa hat sich, wie viele seiner Mitmenschen, an folgende sehr ähnliche Lebensregel gehalten:
"Schau dass du möglichst unauffällig lebst, also weder besonders gut, noch besonders schlecht bist – halte dich im Mittelfeld auf.

Diese Lebensregel hat ihm vor und nach dem 2. Weltkrieg geholfen und noch viel mehr in der Zeit des 2. Weltkrieges. 
Und weil das so war, wurde die Regel von vielen auch nach dem 2. Weltkrieg eingehalten und als wertvoll empfunden. So geht es einfacher, so ist das Leben angenehmer. Das hat sich tief eingegraben.

Kein Wunder, denn viele die sich nicht an die Regel gehalten haben und sich beispielsweise gegen das Nazi-Regime gestellt haben, wurden während des Krieges einfach in Arbeitslager gesteckt oder gleich ermordet.

kritisches Nachdenken über diese Regel

Wenn diese Regel von vielen Menschen eingehalten wird, dann können sich andere leicht über sie erheben und sich auf ihre Kosten bereichern und wenn sie nichts mehr geben können, dann können sie über straffe Hierarchien in Kriege gezwungen werden. 

Wären die meisten Menschen also nicht unauffällig, sondern würden sie selbstbestimmt denken und ihren eigenen Weg gehen, dann hätten es die, in den oberen Schichten der Hierarchien, wesentlich schwerer. 

Nicht zuletzt können sich selbstbestimmt denkende Menschen auch selbst organisieren. Das können die natürlich dann auch und gerade bevor Kriege beginnen. Die selbstbestimmt denkenden Menschen würden die Signale erkennen und das auch zulassen.

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Die würden sich dann  organisieren u. gemeinsam sagen: "Wir möchten keinen Krieg, wir haben eine bessere Lösung!", dann würde es wohl keine Kriege mehr geben.

Dann hätte mein Opa und viele Millionen andere Menschen nicht diesen furchtbaren Krieg erleben müssen. Diese Kriegsgeneration hätte sich nicht ihr ganzes Leben lang – Tag für Tag – mit den immer wieder hochkommenden Erlebnissen des Krieges auseinandersetzen müssen.

Warum halten sich dennoch viele an diese Regel?

Weil sie nicht tiefgründig reflektieren und deshalb nicht auf die eben kurz beschriebene Erkenntnis kommen.

Das Problem ist, daß auch andere schwer Zugang zu diesen Menschen bekommen.

All das Kritische und Widersprüchliche wird verdrängt und man sieht es so, wie es einem am einfachsten erscheint. Man konstruiert so seine eigenen, falschen Wahrheiten, die darauf beruhen, möglichst wenig Energie zum Nachdenken aufzuwenden.

Auch mein Opa hat es so gemacht und wenn ich ihm meine Erfahrungen und Erkenntnisse mitgeteilt hätte, so hätte er entweder gar nicht zugehört oder das Gesprächsthema gewechselt, weil er es so einfach nicht sehen hätte wollen. Es wäre einfach zu mühsam gewesen.

Was kann man daraus lernen ?

Ist es wirklich eine so kluge Lebensregel, das möglichst unauffällig leben, sich verstecken und das vor allem in schwierigen Zeiten ?

Die Antwort überlasse ich euch 🙂

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